Georg - Christoph - Lichtenberg - Schule
Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe
in Ober-Ramstadt
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Ist das Kunst-oder kann das weg? – ein Besuch im „Tortenstück“

 
Dienstag, der 19. November:

Sieben Schüler und eine Lehrkraft stehen in einem hohen Raum mit weiß gestrichenen Wänden. Soweit nichts Ungewöhnliches.
Doch der Raum scheint auf den zweiten Blick schief zu sein, denn weder die riesigen Wände, noch die Fugen der weißen Bodenfliesen verlaufen parallel zueinander. Der seltsame Eindruck wird durch einen zugigen Lufthauch, dessen Richtung nicht zu bestimmen ist (auch ein der sich Kunstwerk wie sich herausstellt) und  taghelles Licht aus den Deckenfenstern verstärkt.
Wir stehen in der Haupthalle des Museums für Moderne Kunst, ein Gebäude, das von Kennern aufgrund der Form als “Tortenstück“ bezeichnet wird. Wie wir in den kommenden Stunden erfahren, beherbergt das postmoderne Gebäude eine Vielzahl der unterschiedlichsten modernen Kunstwerke - von modernen Gemälden über Plastiken bis hin zu Videokunst.
Zunächst zeigt uns die Museumsführerin einen Raum voller bonbonfarbener Gemälde, die aussehen, als ob man Farbe gegen die Leinwände gespritzt hätte. Die Künstlerin, so bekommen wir es erklärt, hat dabei das Potenzmittel Viagra geschluckt, um die Differenz zwischen femininer, makeup-farbener Kunst und dem Schlucken von männlichen Hormonen aufzuzeigen.
Der nächste Raum, vor dem wir stehen, ist abgeschlossen. Darin befinden sich, das sieht man durch das Fenster an der Tür, ganz normale Alltagsgegenstände. Doch vor uns ist keinesfalls das Arbeitszimmer des Hausmeisters, wie man zunächst vermutet. Es handelt sich um einen Raum voller bemalter Styroporschnitzereien, die so geschickt gefertigt wurden, dass die Plastik-Schokolade einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.
Über Treppen gelangen wir zur nächsten Station: Ein rasanter Film zeigt uns, wie schnell man mit einem Ferrari in den Straßen von Paris theoretisch fahren kann. Nachmachen sollte man das natürlich nicht!
Die Langsamkeit und Geduld lehrt uns hingegen Roman Opalka, der bis zu seinem Tod Zahlen malte - in unterschiedlichen Abstufungen von weiß. Diese konzeptuelle Kunst wird auch von Onka Vara, einem japanischen Künstler, verfolgt: Er malt das Datum eines jeden Tages auf Leinwand - in der Schreibweise des jeweiligen Landes, in dem er sich befindet.
Moderne Kunst ist also durchaus vielfältig. Selbstverständlich hängen im “Tortenstück“ auch monochrome Bilder, also Bilder aus einer einzigen Farbe. Dass das jedoch bei Weitem nicht alles ist, was moderne Kunst ausmacht, haben wir aus dem aufschlussreichen Museumsbesuch mitgenommen.

Kunst-Leistungskurs (Klasse 13) von Frau Hädeler