Georg - Christoph - Lichtenberg - Schule
Integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe
in Ober-Ramstadt
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Wissenschaft im Dialog – Durchführung eines Planspieles mit gentechnischer Thematik an der GCLS

 
Wissenschaft im Dialog engagiert sich für den Austausch über Forschung in Deutschland und entwickelt hierbei neue Formate der Wissenschaftskommunikation, unterstützt u.a. durch das Ministerium für Bildung und Forschung. Vier Schulen in Deutschland nehmen zurzeit an der Testphase für die Entwicklung eines Planspieles zum aktuellen und auch brisanten Thema Gene-Drive und Genschere im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Malaria teil. Am 04.05. hieß ein Biologie E-Kurs der 9.Klassen das WiD-Team aus Berlin an der GCLS hierzu willkommen.

Im ersten Teil der 90 minütigen Veranstaltung erhielt der Kurs einen Überblick über die Notwendigkeit der Thematik. Es folgte ein theoretischer Einstieg in den Hintergrund eines möglichen gentechnischen Eingriffes an den Malaria-Erreger-übertragenden Anopheles-Mücken. Zielgerichtet soll die Erbsubstanz der Mücke so verändert werden, dass die bedrohliche Krankheit (etwa 0,5 Mio. Menschen sterben jährlich an den Folgen) ausgerottet wird.

Natürlich haben betroffene Organisationen, Firmen oder Forschungsinstitute hierzu unterschiedliche Meinungsbilder, die sie zu der sehr kontrovers diskutierten Problematik vertreten. In der anschließenden Phase erarbeiteten sich die SuS in Kleingruppen mit eigenen und vorgegebenen Argumenten die Positionen ihrer zugeteilten Rolle (Umweltschützer, Bürgermeister, Ärzte, Dorfbewohner, Entwicklungshelfer und Forscher) für die anschließende Diskussion.
 
 
 

Es folgte eine simulierte Welt-Malaria-Konferenz am runden Tisch unter der Leitung eines Moderators, in der die Interessen der verschiedenen Gruppen untereinander diskutiert wurden. Eingriffe in die Umwelt, Unterbrechung der Nahrungskette, Verteilung der Gelder, Angst vor dem Übergriff des Gen-Drives auf andere Organismen, Ausrottung der Mücke als Schutz der Menschen und viele weitere Aspekte wurden debattiert.
In der abschließenden Abstimmung ergab sich ein eindeutiges Meinungsbild: der Einsatz des Gene-Drives zur Ausrottung der Anopheles-Mücke wurde abgelehnt, der Einsatz zur Bildung einer Resistenz (Verhinderung der Weiterentwicklung des Malaria-Erregers in der Mücke) hingegen befürwortet.
 
 
 

Als Resümee des Planspieles gaben die SuS an, dass leider zu wenig Zeit zur Verfügung stand – dies ist im positiven Sinne zu verstehen, denn gerne wäre weiter diskutiert und Hintergründe erfragt worden. Einhellig war auch die Meinung, dass viel Neues gelernt und wichtige Denkanstöße gegeben wurden.
Wenn nächstes Jahr das WiD-Teams um Arwen Cross und Sandro Schott alle Eindrücke, Rückmeldungen und Erfahrungen dieser Testphasen in das Planspiel eingearbeitet und es damit für den Gebrauch in Schulen optimiert haben, findet es sicher auch Einzug in die höheren Klassen der GCLS, wo es den Biologie-Unterricht im Bereich Genetik durch die aktuelle Praxisrelevanz sehr bereichern wird.    
 
A. Reininger-Mack, R. Schüttler